Konzeption

Einrichtung einer sozial ausgerichteten Lernküche für Bezieher von Transfer-Leistungen und deren Kinder.

I. Vorstellung des Bewerbers
  • der Verein
  • wir bieten
  • Ziel
  • das Angebot
  • die Leistungen
  • die Tätigkeiten
II. Einrichtung einer stationären Lernküche in MMB
  • Angebote der Lernküche
  • Investitionsbedarf
  • Betriebskosten

 

I. Vorstellung des Bewerbers

Den „Spielepark e.V.“ gibt es seit 10 Jahren. Erfolgreich bewährt und gewachsen. Trotz öffentlicher Anerkennung als gemeinnütziger Verein durch das Jugendamt, der Gerichtshilfe, der Justizbehörde und dem Diakonischen Werk, setzt der „Spielepark e.V.“ auf Unabhängigkeit. Er erhält keine institutionelle Förderung. Der „Spielepark e.V.“ finanziert sich z.Zt. ausschließlich über Spenden und Vermietung der Spielgeräte. Ohne die beispielhaften Spender und Förderer des Verein „Spielepark e.V.“ wäre unsere Arbeit nicht machbar. Einen ganz besonderen Dank gebührt vor allem auch den ehrenamtliche Tätigen des „Spielepark e.V.“. Ohne Ihren Einsatz bei den Veranstaltungen, aber auch bei der Pflege, Transport und Einlagerung des „Spielepark-Equipments“, würde der „Spielepark e.V.“ nicht auf 10 Jahre zurückblicken können.

Wir bieten
Professionelle Spielgeräte, Spielangebote im Bereich Spieleparks, Spielstraßen, Festausrüstungen und Catering. Bei Großveranstaltungen des „Spielepark e.V.“ sind bis zu 70 ehrenamtlich Tätige zeitgleich im Einsatz. Bei Veranstaltungen von sozialen Einrichtungen und Trägern – insbesondere aus dem Bereich der Kinder- und Jugendarbeit – sind die Spielgeräte mietfrei. Hier müssen die Auftraggeber lediglich für die Kosten des Transports und die Betreuung aufkommen.

Mitarbeiter
3 x 16 E – Stellen sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze begrenzt für 2 Jahre – Finanzierung durch ARGE / HAB
3 x Aktiv-Job-Arbeitsplätze (ARGE / HAB)

Ziel
des „Spielepark e.V.“ ist es, Menschen, die auf Grund sozialer Probleme oder ihrer Persönlichkeitsstruktur auf dem ersten und zweiten Arbeitsmarkt nicht vermittelbar sind. Hilfe und eine unkomplizierte, niedrigschwellige Beschäftigungsmöglichkeit zu bieten.

Das Angebot
des „Spielepark e.V.“ richtet sich schwerpunktmäßig an Jugendliche und junge Erwachsene bis zu 27 Jahren, die sich in belasteten Lebenssituationen befinden. Dabei handelt es sich um junge Menschen ohne Schul- oder Berufsabschluss, überforderte Alleinerziehende, Suchtmittelkonsumenten, Straffällige, sowie jene, die keinerlei Förderung erhalten oder ohne festen Wohnsitz sind. Ihnen allen ist die Grundstruktur, „der rote Faden im Leben“, abhanden gekommen. Der „Spielepark e.V.“ möchte diesen Menschen helfen ihr Leben wieder selbstverantwortlich zu gestalten.

Die Leistungen

  • die Vermietung und Betreuung von Spielgeräten
  • Planung und Durchführung von Veranstaltungen
  • Catering –Angebot bei Stadtteil-, Kinder- und Betriebsfesten
  • Freizeitangebote. Z.B.:
    • Radtouren
    • Kino- / Theaterbesuche
    • Campingfahrten
    • Sportgruppe
  • Vermittlung und Begleitung in Einrichtungen der Kinder-, Jugend-, Gerichtsund Drogenhilfe
  • Gruppenangebote
  • Lebensmittelausgabe „Hamburger Tafel“

 

Die Tätigkeiten des Vereins
erfolgen bislang auf ehrenamtlicher Basis gegen eine Aufwandsentschädigung. Der überwiegende Teil der ehrenamtlich Tätigen, erhält seine Grundversorgung in Form von Transferleistungen. Der Verein arbeitet eng mit der Jugendgerichtshilfe/Gerichtshilfe sowie der Hamburger Arbeit zusammen und ermöglicht so Ableistung von Sozialstunden, sowie die Möglichkeit der Teilnahme an 1 Euro Maßnahmen.

Voraussetzung für die Teilnahme am Angebot des Vereins und an der Tätigkeit im Verein ist, dass kein Suchtmittelgebrauch- oder Handel stattfindet und keinerlei Gewalt ausgeübt wird.

II. Einrichtung einer stationären Lernküche im Stadtteil Mümmelmannsberg

Mümmelmannsberg ist eine Großsiedlung im Hamburger Stadtteil Billstedt. Z.Zt. leben in Hamburg – MMB ca. 19000 Menschen. (Stand 2004).
Der Anteil von:

  • Bewohnern Nicht-Deutscher-Herkunft beträgt 22,7 %
  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre 22 %
  • Empfänger von Transferleistungen 15,7 %

(Stand 2005)
Der Anteil der Familien, die innerhalb oder kurz vor der Armutsgrenze leben, steigt stetig an. Das hat zur Folge, dass nicht nur die Anzahl der „dicken Kinder“ in sozial schwachen Familien steigt, sie haben auch schlechtere Zähne als Sprösslinge wohlhabender Familien.

 

Der Grund hierfür liegt nicht nur am geringen Einkommen, sondern auch in der Fehlernährung. Heute ist das Angebot an Lebensmitteln riesig – und nicht alles, was in den Supermarktregalen liegt, trägt zu einer genussreichen und vollwertigen Ernährung bei. Grundlage für das Essverhalten von Jugendlichen und Jungerwachsenen werden in der Kindheit geschaffen. Darum ist es wichtig, die Ernährung von vornherein auf eine gesunde Basis zu stellen. Prägend für das Essverhalten von Kindern, ist das Vorbild von Eltern und Freunden.

Deshalb ist es wichtig, Eltern, hier vor allem junge Mütter, die in der zweiten oder dritten Generation von Transfer-Leistungen leben, Wissen über gesunde Ernährung und gesundes Kochen zu vermitteln. Parallel dazu kann ihnen soziales Lernen vermittelt werden und selbstverantwortlich für sich und ihre Familien – im Bereich Ernährung – zu handeln. Dazu werden folgende Angebote vorgehalten:

  • Gemeinsames Kochen und Essen
  • Haushalts-, Etat-, Vorrats- und Einkaufsplanung
  • Beratung und Begleitung in Konfliktsituationen
  • Ernährungsberatung

 

In der stationären Lernküche sollen folgende Angebote vorgehalten werden
  • 2 x wöchentlich – Kochkurs für Erwachsene und Kinder (Gruppenangebot)
  • 1 x wöchentlich – Kochkurs für Kinder (Gruppenangebot)
  • 1 x wöchentlich – Ernährungsberatung für Erwachsene und Kinder

Investitionsbedarf

  • 1 Küche modifiziert für Erwachsene und Kinder
  • 1 Gruppen- / Speiseraum
  • 1 Um- Ausbaukosten

Kooperationspartner

  • Diakonisches Werk Hamburg
  • Krankenkassen, Ärzte
  • Wohnungsbaugesellschaften
  • Stiftungen
  • Einrichtungen der Kinder-, Jugend- und Sozialarbeit
  • HAB – Hamburger Arbeit
  • Jugendgerichtshilfe
  • Palette e.V. (Drogenhilfe, psychosoziale Betreuung)
  • IGLU (Hilfe für Kinder von drogenabhängigen Eltern)

Finanzplanung:

Betriebskosten p.A.:
  • Raummiete (Räume der GWG mietfrei)
  • Nebenkosten p.A. € 9.000,--
    • Telefon
    • Fax
    • Porto
    • Strom
    • Wasser
    • Heizung und Betriebskosten
  • Steuerberater, Versicherungen etc. € 1.600,--
  • Sachkosten € 5.000,--
    • Projektmaterialbeschaffung
    • Investitionen
    • Laufender Betrieb etc.

Betriebskosten gesamt € 15.600,--

Personalkosten p.A.:
  • Honorarmittel / Aufwandsentschädigung € 5.500,--
    • Ehrenamtliche Helfer
Einrichtungskosten:
  • 1 Küche komplett € 9.000,--
  • Elektro- und Sanitärmontage € 6.500,--
  • Ausstattung Gruppenraum Büro,
    Aufenthaltsraum Mitarbeiter € 3.500,--
    • Tische, Stühle, Schränke etc.
  • Geschirr, Elektrogeräte, Töpfe, Bestecke etc. € 1.200,--
  • Bodenbeläge (Fliesen und Laminat) € 4.000,--
  • Maurer- und Fliesenarbeiten € 1.800,--
  • Farben und Kleinmaterial € 1.200,--
  • Beleuchtung (Lampen) € 700,--

Einmalige Einrichtungskosten gesamt € 27.900,--

Finanzierungsplan / Einrichtung
  • Gesamtkosten € 27.900,--
  • Lotteriesparen Haspa - € 7.500,--
  • Max Schmeling Stiftung - € 6.300,--
  • Jugendamt - € 3.280,--

Restsumme € 10.820,--

Die jährlichen Kosten für den Betrieb der sozialen Lernküche in Höhe von € 21.100,-- werden durch Vereinsmittel + Hoth-Stiftung € 6.000,-- aufgebraucht.

Das Konzept der sozialen Lernküchedownloads: 1147 | type: pdf | size: 28.15 kB